Der Sommer ist da!

Der Sommer 26 ist da!

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Der Sommer ist da – und im Grunde sollte sich alles leichter anfühlen. Mehr Sonne, längere Tage, mehr Freiheit, mehr Leichtigkeit. Und trotzdem war mein erster Impuls wie jedes Jahr: alles reinpacken. Termine, Pläne, To-dos. Bloss nichts verpassen, sondern die Zeit optimal ausnutzen.

Bis ich gemerkt habe, dass genau das mich wieder in dieses Gefühl bringt, aus dem ich eigentlich raus wollte: ständig beschäftigt, aber selten wirklich im Moment.

Also habe ich dieses Jahr eine Entscheidung getroffen: Ich mache einfach etwas weniger.

Nein sagen, um Ja zu mir zu sagen

Ich habe angefangen, Termine abzusagen oder erst gar nicht anzunehmen – vor allem die, die sich mehr nach Pflicht als nach Freude anfühlen.

Früher fiel mir das schwer. Heute merke ich: Jedes ehrliche Nein schafft Raum für ein echtes Ja.

Ja zu spontanen Momenten.
 Ja zu Ruhe.
 Ja zu mir selbst.

Und plötzlich fühlt sich mein Alltag nicht mehr voll, sondern stimmiger an. Trotzdem arbeite ich regelmässig mit dem Unterschied, dass es seit 6 Jahren richtig Freude bereitet. Der Umzug an den Sihlsee war eine sehr gute Entscheidung.

Weniger ist mehr – auch im Kopf

Wir leben seit dem Umzug unseren Minimalismus. Das bedeutet für mich nicht nur, weniger Material und eine kleinere Wohnung zu besitzen. Es geht darum, bewusster mit meiner Energie umzugehen. Ich habe aufgehört mich mit anderen Lebensstilen zu vergleichen. Ich versuche weniger in Social-Media-Kanälen wie Instagram und LinkedIn zu scrollen. Und weniger dieses Gefühl zu haben, ständig irgendwo sein zu müssen. Was natürlich auch unser jetzigen Lebensphase geschuldet ist.

Stattdessen mehr Ruhe, mehr Klarheit, mehr Präsenz, mehr Abstand.

Ich merke, wie gut es meiner mentalen Gesundheit tut, nicht alles aufnehmen zu müssen. Zum Glück leben wir inmitten der Natur in den Bergen.

Trotzdem gehen wir auch diesen Sommer einfach los – mit wenig Gepäck und unserem Fairway Buddy, dem 6 Meter Kastenwagen. Unsere Küche, ein Bett und das WC dabei. Mein Mann hat uns für diesen Sommer eine Frankreichreise zusammengestellt. Ich liebe dieses Gefühl beim Reisen oder beim Camping, wenn alles einfacher wird. Wenn der Tag nicht durchgetaktet ist, sondern sich entwickeln darf. Wenn ich einfach ein Stück Sommerkleid überwerfen kann und Flipflops anziehe.

Morgens von der Sonne geweckt zu werden. Draussen den ersten Kaffee zu trinken.
 Abends zu lange mit einem Glas Wein sitzen zu bleiben, weil es sich gerade gut anfühlt. Mit wenig unterwegs zu sein erinnert mich jedes Mal daran, wie wenig ich respektive wir brauchen, um zufrieden zu sein.

Raus aus der eigenen Bubble

Neue Orte bedeuten für mich immer auch neue Perspektiven. Andere Kulturen, andere Lebensweisen. Menschen beobachten und Menschen treffen. Und plötzlich hinterfrage ich Dinge, die ich sonst einfach so mache.

Was passt noch zu mir?
Was darf ich definitiv loslassen?

Reisen inspiriert mich jedes Mal, noch bewusster zu leben. Noch dankbarer zu sein, weil ich jedes Mal wieder andere Kulturen und Menschen sehen, die ganz anders leben müssen, ob sie wollen oder nicht.

Wie geht es dir damit?
Für was nutzt du deine Sommerpause?

Ich bin mir bewusst, dass mein Mann und ich privilegiert sind. Denn wir haben keine Kinder, können tun und alles, was wir wollen, und sind finanziell unabhängig. Wir haben nie über unsere Verhältnisse gelebt und haben uns in all den letzten Jahren unser eigenes Leben bewusst designt. Spätestens bei der Pensionsplanung von meinem Mann wurde uns das so richtig bewusst, dass wir unsere Träume im Leben fast immer umgesetzt haben. Wenn du dein Leben visualisieren kannst, dann ist es leichter es für dich so zu gestalten.

Du kannst das auch, wenn du weisst, wie du leben möchtest.

5 einfache Tipps für selbständige Unternehmerinnen

Gerade in der Selbständigkeit fällt es oft schwer, wirklich runterzufahren.
Diese Dinge helfen mir persönlich sehr:

1. Plane bewusst weniger ein und blockiere dir freie Zeiten im voraus in deinem Kalender. Termine streichen geht immer. Neue dazunehmen jedoch wird schwieriger.

  1. Sage Termine ab, die dir Energie ziehen – nicht erst, wenn du erschöpft bist.
  2. Erlaube dir, im Sommer langsamer zu arbeiten. Nicht jede Jahreszeit muss maximal produktiv sein.
  3. Nutze Ortswechsel für neue Inspiration – schon ein paar Tage als Workation können viel verändern. Dein Perspektivenwechsel ist gold wert.
  4. Plane Zeit ohne Input ein: kein Scrollen, kein Konsum, nur du und deine Gedanken. Für mehr Leben und weniger müssen wollen.

Dieser Sommer muss nicht perfekt sein. Nicht voll, nicht durchgeplant. Ich will ihn einfach geniessen und spüren können.

Es ist vielleicht mein 25. Letzter Sommer!

Barfuss irgendwo im Sand oder Gras stehen. Lachen und geniessen, ohne auf die Uhr zu schauen.

Einfach mal nichts „Sinnvolles“ tun.
Vielleicht liegt genau darin die Freiheit: Weniger Müssen. Mehr Sein. Und das Gefühl, dass es so genug für dich ist.

Ich wünsche dir einen grossartigen Sommer 26 und geniesse das mehr SEIN als mehr HABEN.

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